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Kostenreduktion durch moderne Energiemanagementsysteme In den vergangenen zehn Jahren ist der durchschnittliche Strompreis um ca. 45 Prozent angestiegen. Energie wird stetig teurer. Dies gilt nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Unternehmen und öffentliche Organisationen. Steigende Strompreise spiegeln jedoch nur den immer größer werdenden Energiebedarf wieder. Der wachsende Energiebedarf ist daher ein entscheidender Kostentreiber, der innerhalb der Organisation zielgerichtet gesteuert werden muss. Die Möglichkeiten zur Steuerung des Energiebedarfs haben sich in den letzten Jahren entscheidend gewandelt. Reduzierung der Energiekosten im Fokus der Unternehmen
In vielen Organisationen ist gerade die IT-Infrastruktur (PC, Telefone, Netzwerkinfrastruktur und Rechenzentren) die entscheidende Größe zum Management der Energiebedarfe und der Energiekosten. Nach der Ernst & Young Studie "Business response to climate change" gaben mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmensvertreter an, dass die Energiekosten im Fokus der nächsten zwölf Monate stehen werden. Mit zum Teil einfachen Mitteln ist es heute schon möglich, Energiekosten zu steuern und zu senken. Als probates Werkzeug kann die Einführung eines automatisierten Energiemanagementsystems dienen. Solche technischen Systeme können Energiesparpotenziale aufzeigen und mittels Regelwerken bei der Energieeinsparung schnell und effizient unterstützen. Das dabei zu erzielende Einsparpotenzial ist enorm, wie nachfolgendes Beispiel zeigt.
Zu erzielende Einsparpotenziale: Ein Beispiel aus der Praxis
Bei einer Anstalt des Öffentlichen Rechtes mit ca. 3.000 Arbeitsplätzen, IP-Telefonen und circa 400 dezentralen sog. Servicestellen sollten im Rahmen eines größeren Pro grammes auch Kosteneinsparpotentiale in der IT-Architektur aufgezeigt werden. Für die Anstalt, die sich sowohl ökonomisch als auch ökologisch als ein nachhaltig arbeitendes Unternehmen versteht, suchte das Projektteam deshalb nach einer Lösung, über die sich der Energieverbrauch der IT-Landschaft - ohne die Installation zusätzlicher Hard- und Software auf den Endsystemen - über das Netzwerk erfassen lassen würde. Ferner sollte die Lösung in der Lage sein, auch das vorhandene Gebäudemanagementsystem der dezentralen Servicegesellschaften soweit wie möglich einzubeziehen und Informationen zu sammeln und transparent darzustellen. Die Senkung des Energieverbrauchs durch ein intelligentes und einfach zu bedienendes Regelwerk sollte dabei nachweisbar und nachhaltig skalierbar sein.  Die Maßnahmen im Einzelnen
Das Senken des Energieverbrauchs konnte dabei zum Beispiel durch das geordnete Herunterfahren von Computersystemen, die nachts nicht mehr benötigt werden, umgesetzt werden. Die Anstalt hat sich hierbei für ein Energiemanagementsystem entschieden, welches die Möglichkeit bietet, alle IP Endgeräte am Netzwerk zu erfassen, den Energieverbrauch zu visualisieren und über Aktionen und Regeln den Energieverbrauch der einzelner Geräte zu senken bzw. zu steuern. Mit Hilfe des Energiemanagementsystems ist schnell erkennbar geworden, dass beträchtliche Energieeffizienz generiert wurde, wie die folgende auszugsweise Kosten- und Nutzendarstellung zeigt: - Kosten- und Nutzendarstellung
Für die betriebenen PC an den Arbeitsplätzen wurden die Betriebsstunden im Mittel um ca. 5.800h reduziert. Das entsprach einer Einsparung von über 30 Prozent. Im Bereich des Rechenzentrums konnten weiterhin jeweils an den Freitagen nach Dienstschluss zwölf Hosts heruntergefahren und am Montag rechtzeitig vor Dienstbeginn wieder gestartet werden. Durch die Verringerung der Laufzeit wurden Einsparungen von bis zu 20 Prozent erzielt. - Ökologische Nachhaltigkeit
Im Rahmen des Projekts wurde auch der CO2 -Ausstoß reduziert. Zusätzlich konnten weitere indirekte Einsparungen erzielt werden. Durch das Abschalten von Geräten, konnte deren Laufzeitfähigkeit verlängert werden. Dies reduziert zum ei-nen die Wartungseinsätze bei den Geräten, wodurch auch der vor Ort Einsatz von Service-Technikern seltener notwendig wurde. Da diese in der Regel mit einem PKW anreisen, konnte auch an dieser Stelle der CO2 -Ausstoß reduziert werden. Zum anderen können durch eine längere Laufzeit und den dadurch seltener benötigten Austausch der Geräte, Emissionen bei der Produktion neuer Geräte gesenkt werden. Somit hat ein zunächst unmittelbarer und überschaubarer Einspareffekt bei den Geräten letztlich bei einer Lebenszyklusbetrachtung eine nachhaltige Einsparung bewirkt. Ernst & Young konnte projektbegleitend in den einzelnen Phasen einen nachhaltigen Beitrag liefern. Dies geschah z.B. durch - die Aufstellung der Lastenhefte im Rahmen der Softwareanpassungen,
- die Entwicklung verschiedener wirtschaftlicher Szenarien (inkl. Investitionsentscheidungen) aus technischer und Fachbereichssicht,
- die unabhängige, herstellerneutrale Beratung zur Auswahl von Hard- und Software, sowie
- die Beantragung von Mitteln aus öffentlichen Programmen zu "Green-Initiativen" (z.B. KfW-Programme).
Die reine Fokussierung auf Energiemanagementsysteme ist zu kurz gedacht
Gerade in ökonomisch unsicheren Zeiten ist die Kostenreduktion im Fokus von privatwirtschaftlichen aber auch von öffentlichen Organisationen. Ständig wird nach weiteren effizienten Methoden gesucht, Kosten nachhaltig zu steuern und zu reduzieren. Vor dem Hintergrund des ständig steigenden Energiebedarfs ist zudem die nachhaltige Steuerung der Energiekosten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl an Energiemanagementsystemen, welche vor allem in IP-basierten Netzen den Energieverbrauch automatisch erfassen, analysieren und anhand von festgelegten Regeln steuern. Dennoch stellt sich nicht nur die Frage nach einem Energiemanagementsystem. Vielmehr muss die Frage beantwortet werden, wie die identifizierten Optimierungspotenziale organisatorisch umgesetzt und nachgehalten werden können. Die aktuelle Ernst & Young Publikation "Business response to climate change" zeigt: Um Energiesparmaßnahmen nachhaltig zu verankern, muss der Transformationsprozess organisatorisch zielführend eingebettet und gesteuert werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.ey.com/publicservices
| Ansprechpartner | | Sabry Macher Ernst & Young GmbH Landschaftstraße 8 30159 Hannover Telefon +49 (511) 8508 17616 E-Mail Sabry Macher | Gabriel Lindner Ernst & Young GmbH E-Mail Gabriel Lindner | | |
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